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Aufregender Schultag endet mit Live-Sendung im Radio

Mikrofonprobe: Um die Nervosität zu überwinden, wurde im Vorfeld geübt und eine Fantasiegeschichte aufgezeichnet. Auch Dervish sprach einen Text ins Mikrofon von WDR-Autorin Mareike Wilms. Bild: Havelt
Kreis Warendorf / Warendorf (C.H.). 110 Kinder waren gestern um 14 Uhr mucksmäuschenstill. Als um 14.05 die Sendung „Lilipuz macht Schule“ auf dem Radiosender WDR 5 live aus der Astrid-Lindgren-Schule, der Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache des Kreises Warendorf, begann, war es dann mit der Ruhe in der Turnhalle vorbei.
Bereits seit drei Jahren geht die Sendung an jedem Mittwoch aus einer anderen Grundschule in NRW über den Sender. Vor einigen Monaten war man im Lehrerkollegium der Warendorfer Schule auf die Idee gekommen, sich zu bewerben, und wurde schließlich auch ausgewählt. Zwei Wochen lang beschäftigten sich Lehrer und Schüler in den Klassen eins bis vier intensiv mit dem Medium Radio und bereiteten sich auf den Tag der Sendung vor.
„So ein Projekt zu realisieren ist gerade für eine Sprachförderschule eine besondere Herausforderung“, wusste Rektorin Marie- Luise Wille um das ehrgeizige Unterfangen. Kinder, Lehrer und das 15-köpfige WDR-Team mit Moderatoren, Autoren und Technikern meisterten diese Aufgabe aber mit Bravour.
Der besondere Schultag begann gestern um kurz nach 8 Uhr mit den Vorbereitungen, hatten doch insgesamt rund 110 Kinder – natürlich unter Anleitung – selbst für den Inhalt der Sendung zu sorgen. Das Thema war mit „Pippi Langstrumpf“ schon im Vorfeld passend zum Schulnamen festgelegt worden.
In der Spielshow traten dann zwei Teams der Schule als Mannschaft „Kleiner Onkel“ und Mannschaft „Herr Nilsson“ gegeneinander in einem Quiz und einem Geschicklichkeitsparcours an. Die vierte Klasse ließ sich zudem eine Fantasiegeschichte einfallen und nahm diese bereits am Morgen auf. Geschnitten wurde das Ganze dann im Übertragungswagen des WDR, und über den Sender gingen die Erlebnisse der Kinder bei einem Besuch Pippis in der Schule dann während der Live-Sendung ab 14 Uhr.
Auch die Nachrichten suchten die Schüler selber aus. Sie lasen sie dann auch während der „Lilipuz“- Sendung vor. Kinder und Lehrer waren mit viel Begeisterung bei der Sache, und so wurde der Tag für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis.
„Es hat sich sicherlich für alle Beteiligten gelohnt“, resümierte Schulleiterin Marie-Luise Wille zufrieden. Auch wenn es etwas hektisch und stressig gewesen sei, habe schon die Vorbereitung auch in den Unterricht neue Komponenten eingebracht. So habe man sich nicht nur mit der Sendung, sondern auch mit dem Radio im Allgemeinen intensiv befasst. Dazu habe aber auch noch mehr, so zum Beispiel die Internetrecherche, gehört.
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Die Glocke: www.die-glocke.de

